Der moderne Alterssitz auf einem kleinen Restgrundstück in Ratingen zeigt, wie kompakter Wohnraum mit hoher gestalterischer Qualität umgesetzt werden kann. Das Holzhaus verbindet eine klare Architektur, individuelle Materialwahl und ein durchdachtes Raumkonzept zu einem persönlichen Zuhause im direkten Umfeld der Familie.
h2 - Haus Höfner
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Junger Alterssitz
Klein aber fein und sehr modern hat sich Frau Höfner Ihren Alterssitz vorgestellt, den sie sich mit dem Häuschen ganz in der Nähe der Tochter erfüllt hat.
Geschichte
Das kleine Wohnhaus ist der Alterssitz einer Dame, die sich im Alter von 78 Jahren den Wunsch erfüllt, ein modernes Haus zu bauen und ihren jung gebliebenen Geschmack auszuleben. Erstellt wurde das Haus auf einem dreieckigen Restgrundstück einer Doppelhauszeile in Ratingen, in dem die Tochter mit ihren Kindern lebt.
Gestalt
Lichtgraue Holzfaserzementplatten verkleiden das in Tafelbauweise erstellte Holzhaus. Sie wurden horizontal und im wilden Verband aufgebracht. Einen Kontrast bilden die rot lasierten Holzteile der Fenster und Türen. Nach oben erfährt das Haus seinen Abschluss durch ein flach geneigtes Satteldach aus Aluminiumprofilen ohne Dachüberstand. In seiner modernen Anmutung bildet es einen reizvollen Kontrast zu der umliegenden Bebauung. Im Inneren des Hauses beschränken sich die Farben der Materialien auf das unbunte Konzept der äußeren Gestaltung. Die Wände sind weiß verputzt, der Boden ist ein samtig schimmernder, Anthrazit eingefärbter Estrich. Auch die beiden Innentüren und die Holzstufen sind im Rot-Ton der Fenster und Außentüren gestrichen.
Raumordnung
Das Grundrisskonzept teilt das Haus in zwei Bereiche: Der westliche Teil beherbergt die „geselligen“ Funktionen wie kochen, essen, wohnen und reicht bis unter die Dachkonstruktion. Durch seine Höhe wirkt der Raum sehr großzügig. Im östlichen Teil liegt das Schlafzimmer mit Bad. Es wird von einer Empore „gedeckelt“. Die mittels einer Treppe vom Wohnraum begangen werden kann. Das Haus ist nicht unterkellert, bietet aber zwei Kellerersatzräume, die in die klare Kubatur des Hauses eingeschlossen sind, aber nur von außen begangen werden können. Die Eingangstür und das Schlafzimmerfenster sind als raus gestülpte Kisten ausgebildet. Der Eintretende ist so vor Regen ein wenig geschützt. Das Schlafzimmerfenster biete als Sitzfenster eine Ruhenische.
Mitarbeit: Inge Tauchmann, Oliver Buddenberg Fotos: Michael Reisch
Ratingen 2004
GRÖSSE74 m²
STATUSFertiggestellt

