
Projekte / ks 151
Rettungswache 50 Kalkum
In Düsseldorf-Kalkum wird auf einem bislang landwirtschaftlich genutzten Grundstück an der Kalkumer Schloßallee, Ecke Zeppenheimer Straße, die Errichtung eines Neubaus für die Rettungswache 50 sowie die Freiwillige Feuerwehr Kalkum geplant. Das Bauvorhaben strebt eine DGNB-Gold Zertifizierung an und wird nach Effizienzhausstandard 40 geplant.
Der Baukörper gliedert sich in drei klar ablesbare Gebäudeteile. Entlang der Kalkumer Schloßallee positioniert sich ein zweigeschossiger, adressbildender Kopfbau. Daran anschließend erstreckt sich entlang der Zeppenheimer Straße ein eineinhalbgeschossiger Hallenriegel, zur Unterbringung der Einsatzfahrzeuge der Rettungswache 50 und der Freiwilligen Feuerwehr Kalkum. Diesem ordnen sich rückwärtig, eingeschossige Gebäudeteile unter.
Das Entwurfskonzept sieht eine funktionale und organisatorische Trennung der beiden Nutzungen vor, sodass ein unabhängiger Betrieb der jeweiligen Nutzungseinheiten gewährleistet ist.
Der zweigeschossige Kopfbau nimmt die erforderlichen Nutzflächen der Rettungswache auf. Im Erdgeschoss sind der Schwarzbereich sowie Lager- und Funktionsräume und Büro- und Schulungsräume angeordnet. Das Obergeschoss beherbergt den Küchen- und Sozialbereich mit Ruhe- und Aufenthaltsräumen, einschließlich Haushaltsküche, Sportraum und Spindbereich.
Im westlich anschließenden Hallenriegel werden jeweils vier Einsatzfahrzeuge der Rettungswache sowie der Freiwilligen Feuerwehr untergebracht, wobei eine bauliche Trennung der beiden Bereiche erfolgt. Rückwärtig der Fahrzeughallen sind zugehörige Lagerräume sowie technische Funktionsflächen angeordnet.
In Verlängerung der Fahrzeughalle sowie in den rückwärtigen Gebäudeteilen befinden sich die Nutzflächen der Freiwilligen Feuerwehr. Hierzu zählen der Schwarz- und Weißbereich, Spindräume, Sanitäranlagen sowie ein Sozialbereich mit Büro- und Schulungsraum.
Das Fassadenkonzept basiert im Wesentlichen auf der Kombination von Sichtbeton und Holz. Durch die Wahl dieser zurückhaltenden, natürliche Texturen, bindet sich der Entwurf sensibel in die ländlich geprägte Umgebung von Kalkum ein.
Die Fassade im Erdgeschoss wird umlaufend aus Betonfertigteilen hergestellt und bildet somit einen massiven Sockel – die Basis des Gebäudes. Darüber erzeugt eine Holzfassade mit vertikaler Schalung einen warmen Materialkontrast.
Die vertikale Ausrichtung der Fassadenelemente wirkt der ausgeprägten Horizontalität der Gebäudekubatur entgegen und verleiht dem Entwurf eine klare, aufstrebende Erscheinung. Zugleich werden Aspekte der Funktionalität, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit miteinander verknüpft. Die in dezenten Farbtönen gehaltenen Fenster- und Türelemente fügen sich in das Fassadenbild ein und unterstreichen die gestalterische Ausgewogenheit des Gesamtentwurfs.
